14. Konzert am 28.01.2017

Willi Huber mit dem Siebold-Trio:
Volksmusik und Kunstmusik auf Zither,
Flöte und Cello

Wer glaubte, dass auf der Zither nur Volksmusik spielbar wäre, konnte sich an diesem Abend im Vereinsheim in Allach von dem Aubinger Musiker Willi Huber (Zither) und seinen Musiker-Kollegen Tobias Emanuel Kaiser (Flöte) und Christian Jüttendonk (Cello), die zusammen das Siebold-Trio bilden, äußerst kurzweilig vom Gegenteil überzeugen lassen. In der seltenen Besetzung Flöte-Zither-Cello war an diesem Abend eine große Bandbreite von Musik zu hören, traditionelle bayerische Volksmusik ebenso wie japanische Lieder und Spezialbearbeitungen klassischer Werke.

Willi Huber führte als charmanter und belesener Conférencier durch das Programm und zeigte, dass ihm der interkulturelle Austausch, der vor allem auch in der Musik immer schon stattgefunden hat und stattfindet, eine Herzensangelegenheit ist. Zuletzt nahmen die Musiker die Zuhörer auf eine Reise quer durch Europa und rund um die Welt mit, indem sie die Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“ nach Art verschiedener Länder variierten. Und als (allerletzte) Zugabe konnten sich die Zuhörer noch über eine der bekanntesten Melodien für Solo-Zither freuen: Das Harry-Lime-Thema aus dem im Wien der Nachkriegszeit spielenden Film „Der Dritte Mann“ von Carol Reed aus dem Jahr 1949 nach einem Drehbuch von Graham Greene mit Orson Welles in einer der Hauptrollen.