Die Jazznacht Menzing 1200 fand im Hans-Sieber-Haus in der Manzostr. 105 statt.
Zunächst spielte das Ressle-Brandl-Duo.
Der Obermenzinger Florian Brandl an der Trompete und Josef Ressle am Piano spielten intensiven, energiegeladenen Jazz voller Emotionalität und Expressivität. Im Zentrum des Auftritts des Ressle-Brandl-Duos standen Eigenkompositionen beider Musiker, zusätzlich spielten die beiden auch liebevoll arrangierte Jazzstandards. Das Publikum dankte es mit kräftigem Applaus.
Nach der Pause ging es weiter mit dem international besetzten Jazz-Canzoni-Projekt „Roma Termini“ unter der Leitung von Alessandro De Santis.
Der aus Rom stammende Saxofonist De Santis begann vor einigen Jahren, Stücke italienischer Jazzmusiker, aber auch Standards modern zu interpretieren, eine Spielart des Jazz, die intelligent und emotional zugleich ist. Das Publikum war von Anfang an verzaubert. Italienische Klassiker wie „O sole mio“ oder „Azzurro“ klangen verjazzt vertraut und doch ganz neu. Auch eine Eigenkomposition des griechischen Schlagzeugers Christos Asonitis war zu hören. Alessandro De Santis am Tenor- und am Sopran-Saxophon spielte, so ein Zuhörer, „mindestens so energiegeladen wie Max Greger selig“ und führte wunderbar charmant und geistreich durch das Programm. Am Bass begeisterte Markus Wagner und am Piano Davide Roberts. Erst nach einer Zugabe ließ das begeisterte Publikum „Roma Termini“ – ungern – ziehen und machte sich beschwingt auf den Heimweg.